Auf die Straße, auch für dein Krankenhaus!

14. Juni 2020  Allgemein

In der Corona Zeit haben wir unseren Helden in den Kliniken per social media applaudiert und Abends auf den Balkonen gesungen. Diese Solidarität war überwältigend bringt aber den Kollegen und Kolleginnen leider nichts. Zwei Monate später ist die Überlastung der MitarbeiterInnen am Ortenauer Klinikum schon wieder fast in Vergessenheit geraten. Wir wundern uns schon gar nicht mehr, dass Mitarbeiter davon sprechen, dass sie mehr Angst vor Keller als vor Corona haben. Die Prämie wurde auch nur einigen Wenigen ausgezahlt und die Politiker sprechen wieder munter weiter von Schließungen. 

Dabei sollte uns das alles eigentlich mehr als erzürnen. Jahrelang hat man uns angelogen. Man hat uns erzählt es sei kein Geld da, man fände keine Pflegekräfte für kleine Kliniken oder ein Zentralklinikum würde die Versorgung verbessern. Beweise hierfür wurden nicht erbracht. Im Gegenteil, ihre Argumente wurden längst widerlegt. Der Angriff auf unser Gesundheitssystem und die versuchte Privatisierung hier in der Ortenau wird schon seit Jahrzehnten vollzogen. Lange Zeit konnte dieser Angriff durch einen breiten Protest der Zivilgesellschaft abgewehrt werden. Doch nur Leserbriefe oder Kommentare auf den sozialen Medien zu schreiben ist nicht genug. Wir müssen den Politikern zeigen, dass wir Viele sind. Und vor allem müssen wir zeigen, dass wir uns nicht spalten lassen.

Es ist ein Unding, dass Bürgermeister wie Klaus Muttach (CDU) aus Achern versuchen die einzelnen Klinikstandorte zusammen mit Klinikgeschäftsführer Keller und Landrat Scherer auszuspielen. Das Ortenau Klinikum ist eine Einheit und muss als solches auch erhalten bleiben, damit unsere wohnortnahe Gesundheitsversorgung gesichert bleibt.

Für alle, die noch einmal genau wissen wollen, was in den letzten Jahren passiert ist, haben wir hier eine Broschüre geschrieben.

Für alle Anderen sollte das Argument reichen, dass es hier um eure eigene Gesundheit geht, die in Gefahr ist, weil Politiker Geld in der Daseinsvorsorge sparen wollen. Dieses können sie dann später großen Konzernen wieder in den Rachen werfen, wie wir aktuell in der Corona Krise sehen.